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<title>Rollator</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Rollator</span></h1>
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<p>Ein <b>Rollator</b> oder <b>Gehwagen</b> ist eine fahrbare <a href="Gehhilfe" title="Gehhilfe">Gehhilfe</a>, die aus einem mit Rädern versehenen Stützgestänge besteht.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Funktion_und_Aufbau">Funktion und Aufbau</h2></div>
<p>Der Rollator dient gehbehinderten, körperlich schwachen oder unsicheren Personen als Stütze und Gehhilfe. Teilweise besteht nur eine <a href="Indikation" title="Indikation">Indikation</a> für den vorübergehenden Einsatz während einer begrenzten Zeit, etwa nach einem Beinbruch oder vor und nach einer Hüftgelenksoperation.<sup id="cite_ref-heiner-2015-05-07_1-0" class="reference"><a href="#cite_note-heiner-2015-05-07-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-inhester-2020-03-09_2-0" class="reference"><a href="#cite_note-inhester-2020-03-09-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<p>Rollatoren für den Außeneinsatz bestehen meist aus einem <a href="Aluminium" title="Aluminium">Aluminium</a>- oder <a href="Kohlenstofffaserverst%C3%A4rkter_Kunststoff" title="Kohlenstofffaserverstärkter Kunststoff">Carbon</a>rahmen mit vier <a href="Rad" title="Rad">Rädern</a> am unteren und zwei Handgriffen am oberen Ende des Rahmens. Die Vorderräder sind in der Regel lenkbar und die Handgriffe höhenverstellbar. In frühen Versionen bilden die Bodenberührungspunkte der Räder ein Rechteck, in neueren Modellen ein Trapez, was die Standsicherheit verbessert. Um die Sicherheit beim Sitzen, Stehen und Aufstützen weiter zu erhöhen, verfügen Rollatoren zudem über einhändig feststellbare <a href="Bremse" title="Bremse">Bremsen</a>. In Leichtbauweise gefertigte Rollatoren wiegen etwa 5 bis 10 kg und sind auf eine Höchstbelastung von ca. 130 kg ausgelegt.
</p><p>Meist sind die Geräte mit Zusätzen ausgestattet, z. B. mit Sitzflächen, Rückenlehnen, Tabletts und Getränkehaltern, mit Transportkörben oder -taschen sowie mit Halterungen für Regenschirme oder Gehstöcke. Die meisten Rollatoren lassen sich für den Transport im Auto oder in öffentlichen Verkehrsmitteln zusammenfalten. Neuere Modelle werden in Fahrtrichtung gefaltet und können auch in diesem Zustand frei stehen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Vor-_und_Nachteile">Vor- und Nachteile</h2></div>
<p>Ein Vorteil von Rollatoren ist, dass ihre Nutzer sie – anders als <a href="Gehstock_(Rehabilitation)" title="Gehstock (Rehabilitation)">Gehstöcke</a>, <a href="Unterarmgehst%C3%BCtze" title="Unterarmgehstütze">Unterarmgehstützen</a> oder Gehgestelle ohne Räder – nicht vom Boden abheben müssen. Sie verleihen bei korrekter Verwendung mehr Stabilität beim Gehen und Stehen und beugen so der Sturzgefahr und entsprechenden Verletzungen vor.
</p><p>Nachteilig ist, dass Rollatoren nicht zum Treppensteigen geeignet sind.
</p><p>Bei falscher Benutzung eines Rollators besteht eine akute Sturzgefahr.<sup id="cite_ref-heiner-2015-05-07_1-1" class="reference"><a href="#cite_note-heiner-2015-05-07-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-inhester-2020-03-09_2-1" class="reference"><a href="#cite_note-inhester-2020-03-09-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Ein Sturz mit dem Rollator kann besonders heftig ausfallen, weil der Rollator das Abfangen verhindert.<sup id="cite_ref-heiner-2015-05-07_1-2" class="reference"><a href="#cite_note-heiner-2015-05-07-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-inhester-2020-03-09_2-2" class="reference"><a href="#cite_note-inhester-2020-03-09-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Ein weiteres Risiko liegt darin, dass der Patient durch die Nutzung des Rollators das normale Laufen „verlernen“ kann und eine Entwöhnung schwierig wird. Daher bleiben Betroffene häufig auf den Rollator angewiesen, obwohl dazu aus körperlichen Gründen kein Anlass mehr besteht.<sup id="cite_ref-heiner-2015-05-07_1-3" class="reference"><a href="#cite_note-heiner-2015-05-07-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-inhester-2020-03-09_2-3" class="reference"><a href="#cite_note-inhester-2020-03-09-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Varianten">Varianten</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Sonderformen"><span id="Delta-Gehrad"></span> Sonderformen</h3></div>
<p>Dem Rollator sehr ähnlich sind sogenannte Deltaräder, <b>Delta-Gehräder</b> oder Dreirad-Gehräder. Mit nur einem Vorderrad und zwei Hinterrädern bilden ihre Aufstandspunkte ein Dreieck. Dadurch sind sie beweglicher, aber auch instabiler als vierrädrige Rollatoren.
</p><p>Für Menschen mit besonderen Krankheitsbildern sind Spezialrollatoren entwickelt worden. So gibt es beispielsweise Rollatoren für Patienten mit <a href="Multiple_Sklerose" title="Multiple Sklerose">multipler Sklerose</a>, die sich mit wenigen Handgriffen in einen Rollstuhl verwandeln lassen. <a href="Rheuma" title="Rheuma">Rheumakranke</a> wiederum, die schlecht greifen können, erhalten Rollatoren mit Unterarmstützen. Anstelle der Handgriffe verfügen sie zudem über umlaufende Bügel, auf die sich die Nutzer stützen und mit denen sie zugleich bremsen können.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Rollatoren_für_den_Wohnbereich"><span id="Rollatoren_f.C3.BCr_den_Wohnbereich"></span>Rollatoren für den Wohnbereich</h3></div>
<p>Wohnraumrollatoren (auch Indoor-Rollatoren) sind robuste Rollatoren, die das Trippeln, also das Fortbewegen mit den Füßen im Sitzen, ermöglichen. Sie sind meist aus Stahl oder Holz gefertigt. Außerdem sind meistens alle vier Rollen drehbar, um einen geringen Wendekreis zu ermöglichen. Wohnraumrollatoren dienen vor allem zur Sturzprophylaxe im Innenraum. Mit diversem Zubehör können diese Rollatoren erweitert werden, etwa um ein Tablett oder Schränkchen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Orthopädische_Roller"><span id="Orthop.C3.A4dische_Roller"></span>Orthopädische Roller</h3></div>
<p>Als weitere Sonderform gibt es den <a href="Orthop%C3%A4die" title="Orthopädie">orthopädischen</a> <a href="Tretroller" title="Tretroller">Roller</a> zur Fußentlastung. Er ist seit Mitte der 1980er Jahre vorwiegend in den angelsächsischen Ländern im Gebrauch, wo er als <i>orthopaedic scooter, knee walker</i> oder <i>leg trolley</i> bezeichnet wird.<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die je nach Hersteller drei- oder vierrädrige Gehhilfe ist für Patienten gedacht, die einen Fuß verletzungsbedingt oder nach einer Operation zeitweilig nicht belasten dürfen. Der Roller verfügt über ein Lenkgestänge und eine höhenverstellbare, ergonomisch geformte Knieschale, in die sich der Nutzer mit einem Bein hineinkniet. Das gesunde Bein nutzt er, um sich ähnlich wie mit einem normalen Tretroller fortzubewegen. Gegenüber einem Rollstuhlfahrer bleibt er beweglicher, vermeidet den Muskelabbau im gesunden Bein, schont aber zugleich den verletzten Fuß. Die Vorteile des orthopädischen Rollers gegenüber Gehstützen bestehen darin, dass sein Gebrauch weniger anstrengend ist, dass seine Nutzer die Hände frei haben und dass sie eine höhere Standstabilität genießen. Er ermöglicht eine verbesserte Mobilität und Belastungsfreiheit des betroffenen Beines. Patienten, die einen orthopädischen Roller verwenden, weisen eine signifikant höhere Zufriedenheit und Lebensqualität auf.<sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Nachteilig ist, dass sich die Roller ebenso wenig wie andere Rollatoren oder Rollstühle zum Treppensteigen eignen. Neuere Modelle sind daher mit Halterungen für Gehstützen ausgestattet, damit der Patient bei Bedarf auf sie zurückgreifen kann. Zudem verfügen diese Modelle über stoßabsorbierende Räder, so dass man sie sowohl in Innenräumen als auch im Freien nutzen kann.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Rollatoren_für_Tiere"><span id="Rollatoren_f.C3.BCr_Tiere"></span>Rollatoren für Tiere</h3></div>
<p>Auch für Tiere gibt es Rollatoren, etwa ein Rollgestell für Hunde, die an <a href="Dackell%C3%A4hme" title="Dackellähme">Dackellähme</a> leiden. Diese Gestelle bestehen aus zwei Rädern, die über einen Bügel miteinander verbunden sind. An dem Bügel ist eine Aufhängung befestigt, in welche Rumpf und Hinterbeine des Tiers gelagert werden. Mit den Vorderbeinen erreicht der Hund den Boden und kann sich so selbständig laufend fortbewegen. Tier-Rollatoren sind in der Regel Einzelanfertigungen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Geschichte_und_Verbreitung">Geschichte und Verbreitung</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Vorläufer"><span id="Vorl.C3.A4ufer"></span>Vorläufer</h3></div>
<p>Als Vorläufer der heutigen Rollatoren können <a href="Lauflernhilfe" title="Lauflernhilfe">Lauflernhilfen</a> für Kinder gelten, die seit dem 15. Jahrhundert bekannt sind. Auch sie bestanden bereits aus Gestellen, die mit Rollen versehen waren und die Kinder meist unter den Armen abstützten. Während des <a href="Erster_Weltkrieg" title="Erster Weltkrieg">Ersten Weltkriegs</a> kam es aufgrund der hohen Zahl von Versehrten zur Neuentwicklung zahlreicher medizinischer Hilfsmittel. So wurde in der von <a href="Heinrich_Bechhold" title="Heinrich Bechhold">Heinrich Bechhold</a> herausgegebenen Zeitschrift <i>Die Umschau</i> 1916 erstmals ein „lenkbares ‚Gehrad‘“ für Erwachsene beschrieben und abgebildet. Es verfügte über drei Räder, einen Lenker mit Handgriffen und wie die frühen Lernlaufhilfen über zwei Unterarmstützen.<sup id="cite_ref-7" class="reference"><a href="#cite_note-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Der unmittelbare Vorläufer des heutigen Rollators ist das vierbeinige Gehgestell, auch Gehbock genannt, das der Brite William Cribbes Robb 1949 zum Patent anmeldete.<sup id="cite_ref-8" class="reference"><a href="#cite_note-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Das einfache Gestänge verfügte zunächst über keinerlei Räder. Bei späteren Modellen wurden zwei Stützen mit Rollen versehen. Diese Gehhilfen verleihen ihren Nutzern mehr Standfestigkeit als z. B. Gehstöcke, müssen aber anders als Rollatoren vor jedem Schritt angehoben und wieder abgesetzt werden. Da dies viele Patienten auf Dauer anstrengt, eignen sie sich kaum für längere Strecken und werden meist nur in Innenräumen verwendet. In den USA wurde 1957 eine ähnliche Gehhilfe patentiert, die erstmals über vier Rollen verfügte. Sie setzte sich auf dem Markt jedoch nicht durch.
</p><p>Der orthopädische Roller, der 1986 von dem Briten Michael Reid erfunden wurde, geht im Prinzip auf Unterknie-Prothesen – ohne Rollen oder Räder – zurück, die seit dem Mittelalter, möglicherweise schon seit der Antike im Gebrauch sind.<sup id="cite_ref-9" class="reference"><a href="#cite_note-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Der Roller wurde 1993 in die medizinhistorische Sammlung des Londoner Science Museums aufgenommen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Heutige_Rollatoren">Heutige Rollatoren</h3></div>
<p>Den Rollator in seiner modernen Form erfand 1978 die <a href="Schweden" title="Schweden">Schwedin</a> <a href="Aina_Wifalk" title="Aina Wifalk">Aina Wifalk</a>, die aufgrund einer <a href="Kinderl%C3%A4hmung" class="mw-redirect" title="Kinderlähmung">Kinderlähmung</a> selbst gehbehindert war. Dem Gehbock mit vier Rollen fügte sie Handbremsen und eine Sitzfläche zum Ausruhen hinzu. Dank seines robusten Gestänges und seiner größeren Räder, von denen die vorderen lenkbar waren, eignete sich das Gerät auch für die Verwendung im Freien und erhöhte damit die Mobilität der Nutzer. Über den schwedischen Entwicklungsfonds fand Aina Wifalk Kontakt zu einem Unternehmen, das einen Prototyp anfertigte.<sup id="cite_ref-10" class="reference"><a href="#cite_note-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Der Produktname <i>Rollator</i> setzte sich mit der Zeit in zahlreichen Sprachen als <a href="Gattungsname#Schutz_für_Produktnamen_(generalisierter_oder_generischer_Markenname)" title="Gattungsname">Gattungsbegriff</a> durch.
</p><p>Seit den 1990er-Jahren sind Rollatoren auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz verbreitet und können ärztlich verordnet werden. Die Absatzzahlen von Rollatoren haben sich seit der Einführung vervielfacht. In Deutschland etwa wurden 2012 über 425.000 Stück verkauft<sup id="cite_ref-11" class="reference"><a href="#cite_note-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> und 2016 benutzten einer Schätzung zufolge bis zu drei Millionen Menschen regelmäßig einen Rollator.<sup id="cite_ref-12" class="reference"><a href="#cite_note-12"><span class="cite-bracket">[</span>12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Neben <a href="Sanit%C3%A4tshaus" title="Sanitätshaus">Sanitätshäusern</a> und Internethändlern bieten inzwischen auch große Supermärkte und mitunter Discounter Rollatoren als <a href="Aktionsware" title="Aktionsware">Aktionsware</a> an.
</p><p>Neben den Standard-Rollatoren werden sogenannte Premium-Rollatoren immer beliebter. Premium-Rollatoren werden neben Aluminium auch aus Carbon oder Bambus gefertigt und bieten neben einem geringen Gewicht auch Eigenschaften zu mehr Sicherheit: Reflektoren für bessere Sichtbarkeit bei Dunkelheit oder Schleifbremsen für ein sicheres Bergabgehen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Gesetzliche_Einordnung_und_Normen">Gesetzliche Einordnung und Normen</h2></div>
<p>In Deutschland sind Rollatoren anerkannte <a href="Hilfsmittel_(Rehabilitation)" title="Hilfsmittel (Rehabilitation)">Hilfsmittel</a> der <a href="Gesetzliche_Krankenversicherung" title="Gesetzliche Krankenversicherung">gesetzlichen Krankenversicherung</a>. Das <a href="Hilfsmittelverzeichnis_der_gesetzlichen_Krankenversicherung" title="Hilfsmittelverzeichnis der gesetzlichen Krankenversicherung">Hilfsmittelverzeichnis der GKV</a> listet sie unter der Produktgruppe 10.50.04.1 als „Vierrädrige Gehhilfen (Rollatoren)“ auf. Die Kosten für einen aus medizinischen Gründen notwendigen Rollator werden von den Krankenkassen übernommen, allerdings nur bis zur Höhe des Regelsatzes – von zur Zeit 60 € – und nur bei Anschaffung/Ausleihe in bestimmten Geschäften und nach Rezept.<sup id="cite_ref-13" class="reference"><a href="#cite_note-13"><span class="cite-bracket">[</span>13<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Nach einer Entscheidung des <a href="Amtsgericht_Recklinghausen" title="Amtsgericht Recklinghausen">Amtsgerichts Recklinghausen</a> aus 2014 muss ein Vermieter es dulden, dass ein gehbehinderter Mieter seinen zusammengeklappten Rollator neben der Hauseingangstür abstellt, wenn dadurch niemand beeinträchtigt oder behindert wird.<sup id="cite_ref-14" class="reference"><a href="#cite_note-14"><span class="cite-bracket">[</span>14<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Innerhalb der <a href="Europ%C3%A4ische_Union" title="Europäische Union">EU</a> müssen Rollatoren die Europäische Norm EN ISO 11199 Teil 2 vom August 2005 erfüllen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Rollator_als_Alterssymbol">Rollator als Alterssymbol</h2></div>
<p>In der allgemeinen Wahrnehmung steht der Rollator heute, wie früher z. B. die Brille oder der Gehstock, für das Altsein an sich.<sup id="cite_ref-15" class="reference"><a href="#cite_note-15"><span class="cite-bracket">[</span>15<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Auch in der modernen Popkultur, etwa im Film oder in der Musik, ist er zum ikonischen Bild des Alterns geworden.
</p><p>So nennt sich eine britische Seniorenrockband, die in ihren Songs die Probleme des Altwerdens und der Immobilität thematisiert, <a href="The_Zimmers" title="The Zimmers">The Zimmers</a>. Der Name geht auf die Markenbezeichnung <i>zimmer frame</i> (kurz <i>zimmer</i>) des Herstellers <a href="Zimmer_Biomet_Holdings" title="Zimmer Biomet Holdings">Zimmer Biomet Holdings</a> zurück, der im <a href="Britisches_Englisch" title="Britisches Englisch">britischen Englisch</a> als <a href="Gattungsname#Schutz_für_Produktnamen_(generalisierter_oder_generischer_Markenname)" title="Gattungsname">Gattungsname</a> für Rollatoren verbreitet ist. Ganz ähnlich nennt sich die älteste Rockband <a href="Hessen" title="Hessen">Hessens</a> <i><a href="Die_Rollators" title="Die Rollators">Die Rollators</a></i>.<sup id="cite_ref-16" class="reference"><a href="#cite_note-16"><span class="cite-bracket">[</span>16<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li><i>Die neue Freiheit hat vier Räder.</i> In: <i><a href="Frankfurter_Allgemeine_Sonntagszeitung" title="Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung">Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung</a>.</i> 11. Mai 2008, S. 46.</li>
<li><a href="Stiftung_Warentest" title="Stiftung Warentest">Stiftung Warentest</a>: <i>Rollatoren: Nur zwei von zwölf Gehhilfen im Test sind gut.</i> In: <i><a href="Test_(Zeitschrift)" class="mw-redirect" title="Test (Zeitschrift)">Test</a>.</i> Nr. 3/2019, <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.test.de/Rollatoren-Komfort-kostet-extra-4660522-0/">(online)</a>.</li>
<li>Sabine Raabe: <i>Analyse der Lebenssituation älterer Menschen und Entwicklung einer Transport- und Gehhilfe.</i> o. O. 2001, <span class="-print" style="white-space:nowrap"><a href="Deutsche_Nationalbibliothek" title="Deutsche Nationalbibliothek">DNB</a> <a rel="nofollow" class="external text" href="https://d-nb.info/965356027">965356027</a></span> (Dissertation Universität Kassel 2001, 1 CD-ROM).</li>
<li>Ellen Willemse: <cite class="lang" lang="nl" dir="auto" style="font-style:italic">Beter?! Toekomstbeelden van technologie in de zorg</cite>. Hrsg.: Stichting Toekomstbeeld der Techniek, Stiftung Studienzentrum für Technologische Trends. Den Haag 2015, ISBN 978-94-91397-11-0, <span style="white-space:nowrap">S.<span style="display:inline-block;width:.2em"> </span>119</span> (niederländisch, <a rel="nofollow" class="external text" href="https://stt.nl/wp-content/uploads/2015/05/Toekomstverkenning-Zorgtechnologie-Beter-web.pdf">stt.nl</a> [PDF; <span style="white-space:nowrap">5,8<span style="display:inline-block;width:.2em"> </span>MB</span>] Volltext).<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Rollator&rft.au=Ellen+Willemse&rft.btitle=Beter%3F%21+Toekomstbeelden+van+technologie+in+de+zorg&rft.date=2015&rft.genre=book&rft.isbn=9789491397110&rft.pages=119&rft.place=Den+Haag" style="display:none"> </span></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noresize noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Commons"></span></span></div><b><span class=""><a class="external text" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Rollators?uselang=de"><span lang="en">Commons</span>: Rollatoren</a></span></b> – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien</div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><span class="noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Wiktionary"></span></span></span><b><a href="https://de.wiktionary.org/wiki/Rollator" class="extiw external" title="wikt:Rollator">Wiktionary: Rollator</a></b> – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen</div>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-heiner-2015-05-07-1"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-heiner-2015-05-07_1-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-heiner-2015-05-07_1-1">b</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-heiner-2015-05-07_1-2">c</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-heiner-2015-05-07_1-3">d</a></sup></span> <span class="reference-text"><span class="cite">Magnus Heier: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.gesundheit-vom-rollator-kommen-viele-nicht-mehr-los.23e16043-1cc2-401a-827d-3d345cd1b879.html"><i>Gesundheit: Vom Rollator kommen viele nicht mehr los.</i></a> In: <i>stuttgarter-zeitung.de.</i> 7. Mai 2015,<span class="Abrufdatum"> abgerufen am 20. April 2023</span>.</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3ARollator&rft.title=Gesundheit%3A+Vom+Rollator+kommen+viele+nicht+mehr+los&rft.description=Gesundheit%3A+Vom+Rollator+kommen+viele+nicht+mehr+los&rft.identifier=https%3A%2F%2Fwww.stuttgarter-zeitung.de%2Finhalt.gesundheit-vom-rollator-kommen-viele-nicht-mehr-los.23e16043-1cc2-401a-827d-3d345cd1b879.html&rft.creator=Magnus+Heier&rft.date=2015-05-07"> </span></span>
</li>
<li id="cite_note-inhester-2020-03-09-2"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-inhester-2020-03-09_2-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-inhester-2020-03-09_2-1">b</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-inhester-2020-03-09_2-2">c</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-inhester-2020-03-09_2-3">d</a></sup></span> <span class="reference-text"><span class="cite">Otto Inhester: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.angehoerige-pflegen.de/wann-ist-ein-rollator-sinnvoll/"><i>Hilfsmittel: Wann ist ein Rollator sinnvoll?</i></a> In: <i>angehoerige-pflegen.de.</i> 9. März 2020,<span class="Abrufdatum"> abgerufen am 20. April 2023</span>.</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3ARollator&rft.title=Hilfsmittel%3A+Wann+ist+ein+Rollator+sinnvoll%3F&rft.description=Hilfsmittel%3A+Wann+ist+ein+Rollator+sinnvoll%3F&rft.identifier=https%3A%2F%2Fwww.angehoerige-pflegen.de%2Fwann-ist-ein-rollator-sinnvoll%2F&rft.creator=Otto+Inhester&rft.date=2020-03-09"> </span></span>
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/* start https://de.wikipedia.org/ */
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/* end https://de.wikipedia.org/ */
</style><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20100813132524/http://www.innovationsinspiration.se/web/page.aspx?refid=294"><i>Aina Wifalk – Rollatorn</i>.</a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> vom 13. August 2010 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>)innovationsinspiration.se, abgerufen am 29. Oktober 2010 (schwedisch).</span>
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